Hagener müssen auf Radabstellplätze warten

Fahrradbügel in der Dortmunder City (Foto: Fabian Menke)

Wer in Dortmund die Stadtverwaltung auf einen Bedarf an Fahrradabstellplätzen hinweist, hat gute Chancen, dass innert weniger Monate der Wunsch erfüllt wird. Dies gewohnt, habe ich auch an die Stadt Hagen einen solchen Wunsch geäußert, die vielen kostenlose Kfz-Stellplätze in einem Stadtteil, in den ich hin und wieder komme, auch um Fahrradbügel zu ergänzen. Einige E-Mails und einige Zeit später ist nun klar: Kein Chance erst einmal. Auf Anregungen geht man nicht ein bis das Thema Fahrradparken konzeptionell gelöst ist im Rahmen des Radverkehrskonzept. Immerhin sollen einzelne Anregungen in das Gesamtkonzept miteingebracht und geprüft werden.

Es ist natürlich begrüßenswert, wenn Hagen ein Radverkehrskonzept bekommt. Ob es was taugt, wird Michael Schröder sicherlich hier berichten, wenn es soweit ist. Aber: Hagen ist damit natürlich spät dran. Wenn man in Dortmund als Bürger*in nicht an die alten Konzepte dran kommt, dann wird auch das seine Gründe haben. Vom nördlichen Nachbar kann Hagen wenig lernen aber beim Ausbau der Fahrradstellplätze im öffentlichen Raum zeigt Dortmund, wie es geht. Aber beim Thema Radstation und Abstellplätzen bei Gebäuden im Besitz der Stadt hört es mit der Vorbildfunktion schon auf.

Wichtig ist nun, dass die Hagener*innen sich nicht nur zum Thema Fahrradabstellen äußern, damit das Radverkehrskonzept eine Grundlage wird, auf der man von der Verwaltung und Politik Aktivitäten fordern kann.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.