Jahresrückblick und Jahresausblick aus Sicht der Städte

Es gibt eine Fortsetzung

In Potsdam verkündet man stolz, dass man großes vor hat 2017:

Demnach sollen auch im Jahr 2017 mehr als 1,5 Millionen Euro – ohne Investitionsfördermittel und Kosten für die Reinigung und den Winterdienst von Radwegen – zur Verfügung stehen […]. Konkret sollen weitere Abstellmöglichkeiten geschaffen sowie eine Fahrradbrücke […] und ein Radschnellweg […] geplant werden. „Wir werden wieder investieren sowie Planungen beginnen bzw. fortführen und so den Neubau oder Ausbau von Strecken und Wegen vorbereiten. Aber auch kleinteilige Maßnahmen, wie neue Schutzstreifen oder die Erneuerung und Ergänzung von Markierungen, stehen auf dem Plan“, sagte Torsten von Einem. […] Verbessert werden sollen in den kommenden Jahren die Radwegverbindungen zu den Nachbargemeinden. […] Ein Schwerpunkt besteht auch im nächsten Jahr im Ausbau und der Verbesserung der Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an den Bahnhöfen, Haltestellen und in der Innenstadt. […] Alle Maßnahmen sind Bausteine des im Jahr 2008 beschlossenen Radverkehrskonzeptes. An der Fortschreibung des Konzeptes wird gearbeitet, die Ergebnisse der öffentlichen Auslegung werden derzeit ausgewertet.

In diesem Jahr wurde unter anderem der Uferweg zwischen An der Pirschheide und dem Hotel Seminaris in Potsdam-West ausgebaut. Zudem sind im gesamten Stadtgebiet neue Radwegweiser aufgestellt worden, Schutzstreifen wurden […] markiert. Zum Abstellen der Räder hat die Radstation am Hauptbahnhof mit 500 überdachten und bewachten Stellplätzen eröffnet. Als weiterer Baustein des Radwegnetzausbaus wird derzeit der Radweg zwischen Schlaatz und Stern/Drewitz parallel zur Nuthestraße erneuert.

Die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW hat in einer Pressemitteilung ein Fazit gezogen und einen Ausblick gewagt.

AGFS NRW: Positive Bilanz für 2016

Ein Jahres-Kongress mit einer Rekordzahl von 520 Besuchern, ein Messestand und drei weitere Ausstellungen, vier Facharbeitskreise und 75 Aktionstage in den Mitgliedskommunen hat die AGFS im vergangenen Jahr veranstaltet. Dazu kommen eine Kooperation mit dem Regionalverband Ruhr, in deren Mittelpunkt Radschnellwege standen, eine Exkursion mit Abgeordneten des Landtags NRW sowie eine gemeinsames Projekt mit den AGFKs aus Bayern und Baden-Württemberg. Vier Neuaufnahmen und neun verlängerte Mitgliedschaften verzeichnete die AGFS in den vergangenen zwölf Monaten. Damit schließt das kommunale Netzwerk das Geschäftsjahr mit insgesamt 80 Mitgliedern, die sich dem gemeinsamen Ziel verschrieben haben, gesundheitsfördernde und klimaschonende Mobilität zu fördern.

Zu den Neuzugängen zählen die Städte Neuss, Bochum und Meerbusch sowie der Kreis Coesfeld. Über die Verlängerung der Mitgliedschaft freuten sich die Städte Rhede, Lemgo, Duisburg, Velen, Bocholt und die Gemeinde Reken sowie die Kreise Steinfurt, Borken und Euskirchen.

Ausblick 2017: Jubiläumsjahr 200 Jahre Fahrrad

Auch zum 200. Geburtstag des Fahrrads, der nächstes Jahr gefeiert wird, hat der Verein viel vor. Der AGFS-Kongress sowie ein Messestand auf der Messe Fahrrad in Essen läuten das Jubiläumsjahr am 16. Februar 2017 ein. Beide stehen unter dem Motto „200 Jahre Fahrrad“. Für den weiteren Jahresverlauf hat Vorstand Christine Fuchs bereits eine landesweite Imagekampagne angekündigt, an der sich die Mitglieder beteiligen können. Mit der fachgebietsübergreifenden Kampagne „Quartier in Bewegung“ wird auch das Thema Gesundheit und Bewegung fortgeführt. Zu diesem Thema war 2015 bereits die Broschüre „Städte in Bewegung“ erschienen. Darüber hinaus stehen den 80 Mitgliedern auch 2017 wieder die Aktionen „Ich bin die Energie“, „Aktion Licht – Sehen und gesehen werden“ sowie das „Foto-Fun“-Modul zur Verfügung.

Aber wie sieht das hier in der Region aus?  Anfang November haben wir die Städte Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim (Ruhr) und Oberhausen um Antworten auf zwei Fragen gebeten.

  1. Mit welchen Maßnahmen und Aktivitäten hat die Stadt XXX 2016 in der eigenen Wahrnehmung am meisten für den Radverkehr getan?
  2. Welche zentralen Maßnahmen und Aktivitäten plant die Stadt XXXX 2017 für die Förderung des Radverkehrs?

Die Antworten geben wir hier unkommentiert und ungekürzt wieder. Bei zwei Städten war auch auf Nachfrage hin, keine Reaktion zu bekommen.

Bochum

1. Mit welchen Maßnahmen und Aktivitäten hat die Stadt Bochum 2016 in der eigenen Wahrnehmung am meisten für den Radverkehr getan?

Ein Meilenstein in der Radverkehrsförderung war sicherlich die erfolgreiche Aufnahme in die AGFS. Das alleine ist zwar noch keine Maßnahme für besseren Radverkehr aber alleine schon die intensiven Vorbereitungen, die Aufnahme selbst und die Berichterstattung darüber haben das Bewusstsein für die Bedürfnisse, Zwänge und Nöte des Radverkehrs geschärft. Die Mitgliedschaft ist eine öffentliche Willensbekundung sowohl von Politik als auch Verwaltung, dass wir uns intensiv mit dem Radverkehr auseinander setzen und möglichst viele Verbesserungen erreichen wollen. Die daraus folgende Verantwortung nehmen wir ernst. Daran müssen und wollen wir uns messen lassen.

Draußen vor Ort sind solch große Maßnahmen wie die komplette Neugestaltung der Bessemer Straße und der erste Teilabschnitt des Werner Hellweges hervorzuheben. In beiden Fällen konnten aus heutiger Sicht überdimensionierte Straßenquerschnitte so angepasst werden, dass den Radfahrenden nun komfortabel breite Radfahrstreifen zur Verfügung stehen. Außerdem gibt es jetzt Radfahrstreifen auf so wichtigen Straßen wie der Haupt- und der Unterstraße in Langendreer, dem gesamten Hustadtring in Querenburg und einem ersten Teilabschnitt des Harpener Hellweges.

Mit Eröffnung des Parkband West konnte im November eine weitere Bahntrassenroute mit überwiegend touristischem Charakter freigegeben werden, die auf Teilstücken aber auch gut im Alltagsverkehr nutzbar ist.

Zu Beginn des Jahres 2016 konnte nach intensiven Bemühungen darum die Stelle des Nahmobilitätsbeauftragten eingerichtet und besetzt werden, was sich nach außen hin in einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit und nach innen hin in einer Entlastung der Personen bemerkbar macht, deren Hauptaufgabe fachliche Planungen sind. Der Nahmobilitätsbeauftragte ist Ansprechpartner in allen Rad- und Fußverkehrsthemen und agiert ganz offiziell als „Kümmerer“. In dieser Funktion sorgt er dafür, dass die Belange des Rad- und Fußverkehrs präsent bleiben und beispielsweise in Planungen berücksichtigt werden.

2. Welche zentralen Maßnahmen und Aktivitäten plant die Stadt Bochum 2017 für die Förderung des Radverkehrs?

Ganz wichtig wird die Ausweisung der ersten Bochumer Fahrradstraßen mit begleitender Öffentlichkeitsarbeit sein. Hierzu konnten verwaltungsintern bereits acht Straßenzüge definiert werden, die sich problemlos eignen. Einige weitere Kandidaten bedürfen noch einer intensiveren Überprüfung oder Planung, teils hängt die Entscheidung von anderweitigen Entwicklungen und dem Erfolg von Förderanträgen ab.

Die Markierungen von Radfahr- und Schutzstreifen auf dem Werner Hellweg und auf der Markstraße sollen auf weitere Teile der Straßen ausgeweitet werden: Auf dem Werner Hellweg soll insbesondere eine Führung über die Auf- und Abfahrten der A43 hinweg und möglichst weit in Richtung Osten angelegt werden, die Markstraße wird letztlich auf ihrer gesamten Länge über Radverkehrsanlagen verfügen. An der Berliner Straße, Ecke Burgstraße wird schnellstmöglich mit Umbauten begonnen um die wichtige Nord-Süd-Verbindung im westlichen Stadtgebiet aufwerten zu können.

Die Arbeiten des RVR an der Springorumtrasse werden intensiv planerisch zu begleiten sein, hier soll auch die zweite Bochumer Dauerzählstelle mit anderer Charakteristik als die der bestehenden an der Herner Straße eingerichtet werden.

Bottrop

1. Mit welchen Maßnahmen und Aktivitäten hat die Stadt Bottrop 2016 in der eigenen Wahrnehmung am meisten für den Radverkehr getan?

In diesem Jahr gab es folgende besondere Aktionen: Teilnahme am „Stadtradeln“, Durchführung der „Aktion Licht“ der AGFS mit fünf Klassen der Gustav-Heinemann-Realschule, die Fortschreibung des Radverkehrsplanes (ist weiter laufend in Bearbeitung), die Einrichtung der drei ersten Fahrradstraßen in Bottrop, der „Park statt Parken-Tag“ im Herbst und der „Verkehrssicherheitstag 2016“ sowie die Einführung der Nutzung des Fahrradverleihsystems „metropolradruhr“ für die Studenten an der Hochschule Ruhr West.

2. Welche zentralen Maßnahmen und Aktivitäten plant die Stadt Bottrop 2017 für die Förderung des Radverkehrs?

Für das kommende Jahr 2017 sind folgende Aktionen vorgesehen: die erneute Teilnahme am „Stadtradeln“ und die Durchführung der „Aktion Licht“ der AGFS, in Planung ist auch ein „Park statt Parken-Tag 2017“, die Markierung von Schutzstreifen auf der Friedrich-Ebert-Straße zwischen der Freiherr-vom-Stein-Straße und der Devenstraße, die Optimierung von drei Knotenpunkten an der L631 für den Radverkehr (sofern es eine Bewilligung durch Fördergeber gibt) sowie das Projekt „Rad² – Die Radroute mit Potenzial“ (Radroute um die Innenstadt).

Dortmund

1. Mit welchen Maßnahmen und Aktivitäten hat die Stadt Dortmund 2016 in der eigenen Wahrnehmung am meisten für den Radverkehr getan?

  • Eine zentrale Maßnahme war die Fertigstellung / Eröffnung der Radstation am HBF.
  • Das Stadtplanungsamt hat in drei Bürgerversammlungen den Linienvorschlag der Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg Ruhr (RS1) in den jeweiligen Abschnitten vorgestellt und mit allen Interessierten über Vor- und Nachteile diskutiert. Die Ergebnisse fließen in eine Beschlussvorlage des Rates.
  • Ein Stück Radverkehrsmaßnahme ist auch der Verkehrsversuch Faßstraße. Die Umgestaltung der Faßstraße ist im Stadtumbau Hörde Zentrum eine der zentralen Maßnahmen. Mit dem Umbau soll die Barrierewirkung der Straße minimiert und die Öffnung und Verzahnung des Ortszentrums mit der Entwicklungsfläche PHOENIX See verstärkt werden.
  • Ein weiteres Thema in 2016 war / und in 2017 ist der Gartenstadtradweg, der zwar in den Händen des RVR liegt, an dem die
    Stadt Dortmund aber auch beteiligt ist.
  • E-Bike-Festival: Das E-Bike-Festival fand vom 15. April 2016 bis zum 17. April 2016 rund um die Reinoldikirche und Kleppingstraße in Dortmund statt und bot rund 50 000 Besuchern die Möglichkeit, sich bei 104 Ausstellern umfassend über elektrische Mobilität und insbesondere die so genannten Pedelecs zu informieren. Daneben standen einige Podiumsdiskussionen über die Chancen von E-Bikes in Sachen nachhaltiger Mobilität auf dem Programm. Besonders gefragt war bei den Besuchern der Verleih von 500 Fahrrädern, die es ermöglichten, sich selbst mit den Vorteilen eines E-Bikes auseinander zu setzen. Neben einstündigen, geführten Touren durch die Dortmunder Umgebung wurden auch ein Radrennen durch einen Parcours und eine Mountainbike-Piste mitten in der Innenstadt den Besuchern angeboten.
  • Das von der PLAN B event company GmbH zusammen mit Sugo – Büro und Kommunikation und Gestaltung – veranstaltete Festival stellt Europas größtes Event rund um das E-Bike dar und kann wegen des großen Besucheraufkommens und der positiven Resonanz der Besucher/innen als ein voller Erfolg gewertet werden.

2. Welche zentralen Maßnahmen und Aktivitäten plant die Stadt Dortmund 2017 für die Förderung des Radverkehrs?

  • 2. Auflage des E — BIKE Festival Dortmund 2017: Vom 7. bis 9. April 2017 wird die Dortmunder City damit zum zweiten Mal Schauplatz des größten europäischen Festivals in Sachen E-Mobilität. Große Hersteller der boomenden E-Bike-Branche präsentieren drei Tage lang alles rund ums E-Bike. Die wichtigsten Neuerungen: In unmittelbarer Nähe zur Expo wird zusätzlich ein eUrban-Testparcours entstehen, auf dem die Besucher die ausgeliehenen E-Bikes unter realistischen Bedingungen auf einer abgesperrten Strecke mit Kurven, Rampen und Hindernissen testen können. Außerdem findet mitten auf dem Alten Markt ein Nightsprint, ein Profi-Contest für E-Mountainbikes, statt.

Duisburg

1. Mit welchen Maßnahmen und Aktivitäten hat die Stadt Duisburg 2016 in der eigenen Wahrnehmung am meisten für den Radverkehr getan?

Auch in diesem Jahr konnten wieder wichtige Verbesserungen für die Radverkehrsinfrastruktur fertiggestellt werden: Die Wanheimer Straße (Hochfeld) erhielt beidseitig neue Radverkehrsanlagen. Auf der August-Thyssen-Straße, Obermarxloher Straße (Hamborn), Römerstraße (Walsum) und Sternbuschweg (Neudorf) wurden neue Radverkehrsanlagen erstellt.

Desweiteren kann durch eine Vereinbarung mit der Universität Duisburg-Essen das Metropolradruhr nun auch von Studenten genutzt werden. Dies befördert die Ausleihzahlen in Duisburg seit Mai 2016 auf den zweiten Platz der zehn teilnehmenden Ruhrgebietsstädte, hinter Bochum aber vor Essen und Dortmund.  Anzumerken ist noch, dass die hohen Ausleihzahlen an nur 30 Stationen erzielt werden; im Vergleich:  Essen, Bochum und Dortmund verfügen über etwa doppelt so viele Verleihstationen.

Die Planungen zum Radschnellweg Ruhr RS 1 gehen gut voran. Mit der Übernahme der Umsetzung durch den Landesbetrieb Straßen NRW besteht eine gute Perspektive, auch in Duisburg die Umsetzung zeitnah realisieren zu können.

2. Welche zentralen Maßnahmen und Aktivitäten plant die Stadt Duisburg 2017 für die Förderung des Radverkehrs?

Geplant ist ein weiterer Ausbau der Infrastruktur u. a. an folgenden Stellen:

– Kalkweg vom Sternbuschweg bis zur Kruppstraße (Neudorf)
– Koloniestraße (Neudorf)
– Friedrich-Ebert-Straße (Rheinhausen)
– Angermunder Straße (Großenbaum/Rahm) und Düsseldorfer Straße (Rumeln)

Darüber hinaus ist die Verdichtung des Netzes mit wegweisender Beschilderung sowie Ausschilderung einer Route in den Duisburger Norden beabsichtigt.

Essen

Es liegt keine Reaktion vor.

Gelsenkirchen

1. Mit welchen Maßnahmen und Aktivitäten hat die Stadt Gelsenkirchen 2016 in der eigenen Wahrnehmung am meisten für den Radverkehr getan?

Die Stadt Gelsenkirchen konzentriert sich gerade auf infrastrukturelle Planungen in Form von Netzlückenschlüssen im erarbeiteten Radverkehrskonzept. Im Jahr 2016 konnten so ca. 3 km Netzlücke geschlossen werden.

2. Welche zentralen Maßnahmen und Aktivitäten plant die Stadt Gelsenkirchen 2017 für die Förderung des Radverkehrs?

Auch im Jahre 2017 wird der Netzlückenschluss ein wesentlicher Bestandteil der Radverkehrsplanung sein.

Hagen

1. Mit welchen Maßnahmen und Aktivitäten hat die Stadt Hagen 2016 in der eigenen Wahrnehmung am meisten für den Radverkehr getan?

Die Stadt Hagen verfolgt seit einigen Jahren das Ziel, eine fahrradfreundliche Stadt zu werden. In diesem Jahr wurden unter anderem im gesamten Stadtgebiet Einbahnstraßen für Radfahrer freigegeben und so genannte Schutzstreifen markiert. Zudem haben wir zum zweiten Mal an der Aktion Stadtradeln teilgenommen. Dies werden wir auch künftig tun. Angehängt zwei Pressemitteilungen dazu.

Das Thema ist auch Oberbürgermeister Erik O. Schulz sehr wichtig, so dass dieser sich in diesem Jahr von der Hagener Ortsgruppe des ADFC bei einer gemeinsamen Radtour einen Überblick über die aktuelle Situation verschafft hat.

2. Welche zentralen Maßnahmen und Aktivitäten plant die Stadt Hagen 2017 für die Förderung des Radverkehrs?

Im kommenden Jahr werden wir von einem externen Büro ein Radverkehrskonzept aufstellen lassen, um gezielt Maßnahmen umsetzen zu können. Zudem streben wir eine Mitgliedschaft in der AGFS (http://www.agfs-nrw.de/) an. Die Stadt Hagen wird zudem JobRad (https://www.jobrad.org/arbeitnehmer) unterstützen, um mehr Mitarbeiter vom Umstieg aufs Rad zu überzeugen.

Als bauliche Maßnahme ist bislang im kommenden Jahr die Installation von 34 elektronisch abschließbaren Radboxen geplant. Davon werden sich 17 am Hauptbahnhof befinden.

Hamm

1. Mit welchen Maßnahmen und Aktivitäten hat die Stadt Hamm 2016 in der eigenen Wahrnehmung am meisten für den Radverkehr getan?

  • RS1 (Radschnellweg Ruhrgebiet) – Planung und Vorbereitung der Umsetzung
  • Sattelfest 2016 – großes Fahrradevent mit autofreier Strecke zwischen Hamm und Soest mit Fahrradmärkten in Hamm und Soest
  • Frühlingsfest – mit Umweltmeile zur Förderung umwelt – und klimafreundlicher Mobilität
  • 17 Marathon-/ Lauf- / Freizeitrouten ( Fuß und Rad) – Ausbau, Beschilderung und Kartierung
  • Stadtradeln 2016 – Teilnahme und Organisation
  • Überprüfung der Radwegebenutzungspflicht mit notwendigen Entschilderungen und baulicher und signaltechnischer Umrüstungen
  • Fahrradkäfig am Bahnhof Bockum-Hövel
  • Verschiedene Radwegebaumaßnahmen (z.B. Kamener Straße, Radbodstraße)
  • 2 Brückenschläge (Rad/Fuß) über Kanal und Lippe in Herringen

2. Welche zentralen Maßnahmen und Aktivitäten plant die Stadt Hamm 2017 für die Förderung des Radverkehrs?

  • Neuauflage Radlerstadtplan Hamm
  • Metropolradruhr – Unterstützung Campusrad
  • Förderung der Elektromobilität – Planung von weiteren Ladestationen für E-bikes
  • RS1 – Umsetzung
  • Weitere Fahrradabstellanlagen in innerstädtischen Wohnquartieren
  • Durchführung von Verkehrssicherheitstagen in Alleecenter
  • Durchführung von Sattelfest, Frühlingsfest und Stadtradeln 2017
  • Verschiedene bauliche Radwegemaßnahmen ( z.B. Bernhard-Droste-Weg, Verbindung Deutzholz – Sandbochumer Straße)

Herne

1. Mit welchen Maßnahmen und Aktivitäten hat die Stadt Herne 2016 in der eigenen Wahrnehmung am meisten für den Radverkehr getan?

Hauptsächlich wurde die Qualität von vorhandenen Radverkehrsanlagen verbessert, darunter die Verbreiterung von Radwegen, verbesserte Führung an Knotenpunkten und Öffnung von Einbahnstraßen. Auch die ausgelastete Fahrradabstellanlage am Hauptbahnhof Wanne-Eickel wurden durch ein leistungsfähigeres System ausgetauscht.

Die Überprüfung der Benutzungspflicht von bestehenden Radverkehrsanlagen sowie die Überprüfung der Lichtsignalanlagen im Zusammenhang mit benutzungspflichtigen Radverkehrsanlagen erfolgte ebenfalls in diesem Jahr.

Mit dem Projekt HELFI – Herner Lastenfahrrad Innovation wurde das Ziel einer sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich effizienten Mobilitätslösung für Unternehmen gefördert. Dabei werden klimafreundliche Lastenfahrräder im Wirtschaftsverkehr eingesetzt.

2. Welche zentralen Maßnahmen und Aktivitäten plant die Stadt Herne 2017 für die Förderung des Radverkehrs?

Der in den letzten Zügen stehende Masterplan klimafreundliche Mobilität mit den damit verbundenen Maßnahmen, ist der erste Schritt zur Stärkung des Umweltverbundes und somit auch für den Radverkehr. Dabei soll die Nahmobilität durch zielorientierte Angebotsplanung gestärkt werden.

Die Arbeiten in der Projektgruppe Radverkehr werden intensiviert. Unter anderem wird das örtliche Radverkehrsnetz durch Radtouren begutachtet, wobei Lückenschließungen, Qualitätssicherung und – steigung im Fokus stehen.

Auch die Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit ist ebenfalls eine Zielsetzung für das Jahr 2017

Mülheim (Ruhr)

1. Mit welchen Maßnahmen und Aktivitäten hat die Stadt Mülheim (Ruhr) 2016 in der eigenen Wahrnehmung am meisten für den Radverkehr getan?

Aus Mülheimer Sicht ist der städtische Weiterbau des RS 1 im Abschnitt zwischen dem Hauptbahnhof und der Ruhr die wichtigste infrastrukturelle Maßnahmen im auslaufenden Jahr.

2. Welche zentralen Maßnahmen und Aktivitäten plant die Stadt Mülheim (Ruhr) 2017 für die Förderung des Radverkehrs?

Die Eröffnung wird allerdings erst im Mai nächsten Jahres stattfinden. Parallel dazu wird im nächsten Jahr der Weiterbau bis zur Hochschule Ruhr West (HRW) bzw. bis zur Duisburger Straße erfolgen.

Die Stadt Mülheim hat weiterhin ein umfangreiches Handlungsprogramm aufgestellt, in dem neben schon länger geplanten auch neue Maßnahmen zur Verbesserung der Anbindung an den RS 1 priorisiert umgesetzt werden. In diesem Jahr ist beispielsweise der Umbau des Werdener Weges mit Anlage von Radfahrstreifen erfolgt, welcher in den nächsten Jahren in nördlicher und südlicher Richtung durch Anschlussmaßnahmen fortgesetzt wird. Mindestens 10 % des Straßenbauetats werden außerdem ab sofort ausdrücklich für Radverkehrsmaßnahmen zur Verfügung gestellt.

Oberhausen

Es liegt keine Reaktion vor.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

2 Gedanken zu „Jahresrückblick und Jahresausblick aus Sicht der Städte

  • 31.12.2016 um 13:53
    Permalink

    Vielen Dank für den Jahresrückblick und natürlich für die vielen interessanten Beiträge in 2016. Ich wünsche allen Artikelschreibern auf VeloCityRuhr alles Gute fürs neue Jahr und das wir wieder viele interessante Artikel über fahrradfreundliche und hoffentlich wenige über fahrradfeindliche Maßnahmen hier lesen können.
    Wir fahren schon mal recht emanzipatorisch vor ins Jahr 2017 und warten nicht erst auf die vergoldeten Radwege. ;-)
    Liebe Grüße
    Michael HA

    Antwort
    • 31.12.2016 um 15:50
      Permalink

      Bitte schön und danke für’s Feedback.

      Wir werden sehen, wo es mit dem Radverkehr hin geht 2017. In Unna ist man sich da noch nicht so einig:

      Antwort

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