CM Bochum

Ich war am Freitag das erste Mal bei der CM in Bochum. Da eine CM auffällt, sollte sie ordentlich und d. h. StVO-kompatibel ablaufen, damit sie nicht das Image des Rüpelradlers fördert. Meistens fallen CM wohl positiv auf, wenn man die Reaktion der Passanten beobachtet. Wie Autofahrer reagieren, die bei einer CM, wirkliches oder empfundenes Fehlverhalten hin oder her, massiv angegangen werden, wenn sie das nächste Mal Radfahrer*innen sehen, kann man sich denken. Da ich eh kein Anhänger von Selbstjustiz bin, fehlt mir das Verständnis für solche Aktionen. Gab es diesmal mal wieder.  Ob auch sinnfreies und nervendes Dauergeklingel – was ja auch nicht der StVO entspricht –  der richtige Weg ist, beantworten vermutlich alle anders als ich. ;-) Heute wurde mir auch bewusst, was ich an so einer CM am besten finde: Einfach im Pulk entspannt auf der Fahrbahn mitschwimmen und den Gedanken nachhängen, weil andere nicht so gedankenverloren vor sich hinradeln. Geht aber nur, wenn nicht sinnfrei und … ihr wisst schon. ;-) Wie auch immer: Ich schätze 30-40 Radfahrer*innen waren dabei, als es, so mein Gefühl, in mehren Schleifen durch die City und die angrenzenden Bezirke ging.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

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