Lieferzonen in Dortmund jetzt gut erkennbar

Seit 2011 gibt es in Dortmund Lieferzonen, die ich – das muss ich gestehen – bisher gar nicht registriert habe.

(Foto: Stadt Dortmund)
(Foto: Stadt Dortmund)

Daher verwundert es mich nicht, dass bei der Evaluation herauskam, dass die Lieferzonen zu schwer zu erkennen sind und so als normale Parkplätze genutzt werden. Als Verbesserung wurde vereinbart, dass Piktogramme mit Sackkarren mehrfach angebracht werden, damit die Verkehrsteilnehmer sehen, dass dies keine Parkplätze ist. Und tatsächlich fielen mir die Lieferzonen als solche die Tage erstmals auf, als ich die Piktogramme sah.

(Foto: Norbert Paul)
(Foto: Norbert Paul)

Das Piktogramm finde ich eindeutig und unübersehbar. Das hat das Tiefbauamt richtig gemacht.

(Foto: Stadt Dortmund)
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Neben den bestehenden elf Lieferzonen werden weitere sieben neue eingerichtet.

weitere sieben Halteplätze einzurichten:

    • Viktoriastraße
(Foto: Stadt Dortmund)
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    • Kleppingstraße
(Foto: Stadt Dortmund)
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    • Brüderweg
(Foto: Stadt Dortmund)
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    • Kuckelke
(Foto: Stadt Dortmund)
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    • Thomasstraße
(Foto: Stadt Dortmund)
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    • Lütge Brückstraße
(Foto: Stadt Dortmund)
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    • Kampstrasse, Höhe Krügerhaus
(Foto: Stadt Dortmund)
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In den Stadtteilen und an zugeparkten Hauptverkehrsstraßen fehlen bisher Lieferzonen, um z. b. das Parken auf Rad- und Gehwegen zu minimieren.

Wenn das Tiefbauamt will, sind  strukturierte Parkkonzepte also möglich. Ein Parkkonzept für Motorräder in der City fehlt und soll auch nicht kommen.

Die Einrichtung von Motorradparkplätzen im Bereich der Innenstadt erfolgte bisher im Rahmen der Möglichkeiten, soweit ein entsprechender Bedarf hierfür festgestellt werden konnte, weil an bestimmten Örtlichkeiten viele Motorräder abgestellt werden. Die Notwendigkeit zur Erstellung eines flächendeckenden Konzeptes war und ist bis heute nicht erkennbar.

Stattdessen werden Motorräder etc. auf Fahrradabstellplätzen abgestellt. Angesichts des realen Stellenwertes der Radverkehrsförderung im Tiefbauamt der Stadt Dortmund leider nicht überraschend, dass man darin kein Problem besteht. Im Tiefbauamt muss – das wissen die Wenigsten – der Radfahr- und Fußgängerbeauftragter aus Sicht der Amtsleitung seine paar hundert Kolleg*innen erst einmal selber davon überzeugen, dass er eingebunden werden soll oder muss. So wird auf Jahre zuverlässig verhindert, dass er produktiv wirken kann. Der Amtsleitung zugute halten muss man, dass es im Tiefbauamt sicherlich noch einige andere Baustellen gibt, die zu bearbeiten sind.

(Foto: Norbert Paul)
(Foto: Norbert Paul)

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

6 Gedanken zu „Lieferzonen in Dortmund jetzt gut erkennbar

  • 24.10.2016 um 15:03
    Permalink

    ̶g̶̶e̶̶w̶̶e̶̶r̶̶b̶̶l̶̶i̶̶c̶̶h̶̶e̶̶r̶ Lieferverkehr frei = genügt das nicht, oder hat DO zu viel Kohle?

    Antwort
    • 24.10.2016 um 16:47
      Permalink

      So verhinderst du, dass Anlieger die Lieferzone für Umzüge und Kunden die Lieferzone zum Einladen nutzen können, denke ich.

      Problematischer ist die Kombination von Zusatzzeichen. Ist Variante A ein absolutes Halteverbot, bei dem auf dem Seitenstreifen werktags von 7-19 Uhr Lieferverkehr stehen darf oder gilt das absolute Halteverbot, vom dem der Lieferverkehr ausgenommen ist, nur von 7-19 Uhr an Werktagen?

      Antwort
      • 25.10.2016 um 9:49
        Permalink

        Man könnte die Zusatzzeichen auch einfach alle auf ein einzelnes Schild packen. Oben steht dann „Lieferzone“. Dann gibt es kein Vertun mehr, was gemeint ist.

        Warum sollte man verhindern wollen, dass eine Lieferzone auch mal für einen Umzug genutzt wird? Wenn dadurch verhindert wird, dass ein Umzugs-Lkw über Stunden Rad- und Gehwege blockiert, ist das doch in Ordnung – oder nicht?

        Antwort
        • 25.10.2016 um 15:00
          Permalink

          Also:

          —–
          Lieferzone

          Lieferverkehr
          werktags frei
          von 7-19 Uhr

          —-

          Meinst du das so?
          Sonntags und Nachts dürfte da keiner parken, auch nicht zum Liefern

          Warum sollte man verhindern wollen, dass eine Lieferzone auch mal für einen Umzug genutzt wird?

          Nur eine These von mir, was die sich gedacht haben könnten.

          Antwort
          • 25.10.2016 um 21:57
            Permalink

            Genau, so meinte ich das. Falls das jetzt wirklich dem entspricht, was die Beschilderung auf dem ersten Bild vermuten lässt, was gemeint sein sollte.

            Antwort
            • 26.10.2016 um 0:06
              Permalink

              Das wir uns da unsicher sind, zeigt, wie ungenau die Beschilderung ist. Eine rechtskonforme Innenstadtbeschilderung ist in Dortmund aber aktuell nur über mehrfache Eingaben nach der GO NRW möglich, wie ich in den letzten Monaten merken musste, als ich versucht habe eine korrekte Beschilderung des Ostenhellwegs am Wall zu erreichen.

              Es könnte auch gemeint sein, dass das absolute Halteverbot nur werktags von 7-19 Uhr gilt.

              —–
              — Lieferzone —


              werktags 7-19 Uhr
              Lieferverkehr frei

              —-
              Dann müsst ein Rahmen um VZ 283 und die Uhrzeit und ein Rahmen um diesen Rahmen und die Freigabe.

              Antwort

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