Führung des RS 1 in Bochum verändert gegenüber der Machbarkeitsstudie

Mit Spannung erwarten wir die Planungen für den RS 1 in Bochum und Dortmund. In Bochum zeichnet sich inzwischen ab, dass die Streckenführung anders sein wird als in der Machbarkeitsstudie geplant. Er wird wohl weder über die Baarestraße noch durch den Westpark geführt. Detaillierte Pläne werden zur Zeit erstellt, berichtet Matthias Olschowy, Nahmobilitätsbeauftragter für Bochum, gegenüber VeloCityRuhr.Net. Erste Skizzen für den Bereich Bessemer Straße zeigen die aktuell favorisierte Planungen der Stadt (mehr zur Bessemer Straße in den nächsten Tagen). Die roten Kreise kennzeichnen Verknüpfungspunkte, für die noch detaillierte Planungen erstellt werden müssen.

Nördlicher Abschnitt in der Bessemer Straße (Foto: Aerowest, Befliegung vom 12.04.2015, bearbeitet von der Stadt Bochum)
Nördlicher Abschnitt in der Bessemer Straße (Foto: Aerowest, Befliegung vom 12.04.2015, bearbeitet von der Stadt Bochum)
Südlicher Abschnitt in der Bessemer Straße (Foto: Aerowest, Befliegung vom 12.04.2015, bearbeitet von der Stadt Bochum)
Südlicher Abschnitt in der Bessemer Straße (Foto: Aerowest, Befliegung vom 12.04.2015, bearbeitet von der Stadt Bochum)

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

13 Gedanken zu „Führung des RS 1 in Bochum verändert gegenüber der Machbarkeitsstudie

  • 14.10.2016 um 17:24
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    Wozu hat die Bessemer denn diesen breiten Radstreifen bekommen, der bis zur Alleestraße reicht, wenn der jetzt doch nicht genutzt wird? Der im übrigen wirklich mal gut geworden ist. Manmannmann…

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    • 14.10.2016 um 17:27
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      Man kann ja nicht nur die RS1-Trasse ausbauen sondern muss auch drumherum denken. Das wird ja überall immer und richtigerweise geschrieben: Der RS1 wird erst durch eine Verknüpfung im Stadtgebiet wirklich nutzbar. Am Alleestraßenende schließt dann auch direkt der Westpark und damit die Erzbahntrasse an. Das ist doch ein wichtiges Fahrradziel.

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    • 14.10.2016 um 17:30
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      Stell dir vor, die würde nur teilweise umgebaut. Da würden die Leute sich zu Recht aufregen, dass man das nicht bis zum Westpark durchzieht.

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      • 14.10.2016 um 23:03
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        Sollte an dieser Stelle ausnahmsweise jemand mitgedacht haben? Das überrascht wirklich mal. Obwohl ich meine Erwartungen bezüglich des RS1 eigentlich sehr weit herunter geschraubt habe, bin ich jetzt doch mal gespannt, wie das dort weiter geht.

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        • 15.10.2016 um 0:25
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          Diese Planung würde ich unabhängig vom RS 1 sehen und sie enthält mit der Breite und den Sicherheitsabständen, die eingeplant und markiert werden, aus Dormunder Sicht (z. B. Faßstraße, Semerteichstraße) fast traumhafte Planungsentscheidungen.

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    • 15.10.2016 um 7:31
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      Gute Radinfrastruktur darf doch auch ohne RS1 entstehen. Das ist dann doch ein guter Zubringer vom Westpark aus, wenn dieser nun ausgespart wird.

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  • 15.10.2016 um 10:12
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    Und für Nichteingeweihte bzw. Ortsunkundige: Was bedeutet die Umplanung? Weg von den unvorteilhaften Ursprungsideen der Stadtverwaltung?

    Was mich auf dem letzten Foto mit der fein verwinkelten Auf-/Abfahrt von/zur Eisenbahn mal wieder deutlich stört, ist die Einschränkung die solche eine Verwinkelung bedeutet. In Köpfen der allermeisten Menschen haben Fahrräder zwei Räder, enge Wendekreise und werden auch nur von einer Person genutzt. Dreiräder und Tandems und Gespanne werden ausgeblendet.
    Nun soll der RS1 aber in allererster Linie Pendlern eine Alternative zur Fahrt mit dem Kfz bieten, zumindest war in der Anfangszeit dies immer die dargestellte Toppriorität. Gut, inzwischen hört man immer häufiger und deutlicher, bis hin zur Tendenz der vordringlichen (begeisternden) Darstellung, die touristischen, aber auch die Alltagszwecke seien eigentlich mindestens ebenso wichtig, wenn nicht gar viel wichtiger (die eierlegende Wollmilchsau im Touristenkostüm). Und das stellt letztlich die Konterkarierung des Ursprungsvorhabens dar!

    Denkt auch mal jemand darüber nach wieviele potentielle Ganzjahresnutzer man mit schlechten oder unbrauchbaren Zufahrten, aber v.a. eben verwinkelten Wegeführungen so verprellt? Ich vertrete die Position, daß wenn der RS1 nicht auch durchgängig für Velomobile nutzbar ist, er eine Fehlplanung darstellt. Denn Velomobile stellen das perfekte Alternativfahrzeug für Autopendler/-nutzer (jit Garage) dar, die nicht bloß 10 oder 15km irgendwo hinpendeln. Nun haben Velomobile aber einen deutlich größeren Wendekreis denn Standardfahrräder… möge jeder für sich bitte selber weiterdenken und auch an ganz normale Aufrechtdreiräder denken, die von in der Bewegungsfähigkeit eingeschränkten MItbürgern immer häufiger verwendet werden. Ich werfe aber noch ein Stichwort in den Ring: Zukunftsentwicklung bzw. Entwicklungspotential.

    Wie es mal eher nicht geht, zeige ich auch anhand (nachfolgender Bildlink) der in Hamm geschaffenen Fakten. Sicht von der neuen Kanalbrücke zwischen Herringen und dem Kanalmitteldamm (geplante Strecke RS1, rechts im Bild der nicht ausreichend breite Knirschweg=RS1 Trasse) und der Lippebrücke nach Bockum-Hövel (Anbindung tlw. über schlechte Knirschwege).

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    • 15.10.2016 um 18:52
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      Das mit dem Umschwung hin zum Touristischen in der öffentlichen Kommunikation habe ich nicht so mitbekommen.

      Ich habe ja schon mit einem vergleichsweise wendigen Trike große Probleme auf der Radinfrastruktur in DO. Daher finde ich deinen Hinweis zu den Velomobilen sehr wichtig. Schon mal an den RVR geschrieben?

      Das besondere Highlight bei der Brücke ist das Blindenleitsystem das nicht sicher leitet sondern schnurstracks ins Hindernis führt. Da wurde auf mehreren Ebenen systematisch geschlafen und das Denken verweigert.

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  • 17.10.2016 um 23:15
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    Reisezeitoptimierung im Radverkehr scheint für Mittelstrecken immer noch ein Fremdwort zu sein. Hoffentlich tut sich da noch einiges an den Kurvenradien und Steigungen. Sowas geht gar nicht und muss dringend baulich angepasst werden.
    Für Velomobile lassen sich dauerhafte Engstellen auch mit Angabe der Durchfahrtshöhe ausstatten ;-) Mein Magen verträgt auch keine Achterbahn. Diese scheint jedoch für viele Planer ein Verkehrsmittel zu sein?!?

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    • 18.10.2016 um 0:23
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      @Jochen G. + VeloDorfRuhrzufluss

      Soweit etwas in Erfahrung zu bringen ist, werden wir darüber berichten, wie das mit den Velomobilen ist. Danke für den Hinweis.

      Antwort
  • 27.10.2016 um 23:58
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    Nee.

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    • 28.10.2016 um 14:18
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      Danke für den Hinweis. Es war eine Zahl falsch in dem Link. Ist nun korrigiert.

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