FDP Kamen: Radverkehr nur fördern, wenn sich nichts ändert [mit Update]

Einem Bericht der Seite kamen-web.de über die Position der FW/FDP-Fraktion in Kamen nach will diese Fraktion vor allem feinstaubaffine Mobilität. (Auf den Parteiseiten findet man zu dem aktuellen „Vor“stoß nichts.)

Die FW/FDP-Fraktion unterstützt das Ziel den Radverkehr zu fördern, nicht aber auf Kosten anderer Verkehrsteilnehmer. Einige Vorschläge in diesem Konzept sehen vor, Parkplätze in Fahrradparkplätze umzuwandeln.

Keiner fährt nochmal mit dem Rad in die City, wenn er vorher schon mit dem SUV da war. Mehr Radverkehr gibt es nicht, wenn man die versiegelte Verkehrsfläche noch weiter vergrößert. Wer sagt, er will den Radverkehr fördern, aber dafür nicht zwei (!) Parkplätze hergeben will, kann sich Radverkehrsförderung nur dort vorstellen, wo sie keine Relevanz hat, denn nur so wird der Status quo erhalten.

In der Zukunft lebt hingegen die FDP Ottobrunn mit ihrer Position zum gestiegenen Verkehrsaufkommen auf einer der ottelbrunner Hauptverkehrsstraßen. Dort gilt das Interesse zum Schutz der Radfahrer*innen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Aus [… der Sicht von FDP-Gemeinderat Axel Keller] sei ein zügiges und sicheres Fahren mit dem Rad nur auf der Straße möglich, da ein „Mischbetrieb“ von Fuß- und Radweg auf dem Bürgersteig zu Konflikten führe. „Außerdem gefährden viele Einfahrten mit Hecken und Mauern die Radfahrer, weil sie schwer einzusehen sind“, sagt Keller. „Und dann kommen noch die vielen Parkplätze hinzu. Da wird es kritisch, wenn Radfahrer hinter einer parkenden Autoreihe oder einem Gebüsch die Straße überqueren wollen.“

Diese Lösung würde den Verzicht auf 58-76 Parkmöglichkeiten am Straßenrand bedeuten. Im dem Bericht heißt es weiter, dass Keller dies für einen angemessen Preis hält, um mit wenig Aufwand etwas für die Sicherheit des Radverkehr zu tun.

Den Teil zur Ottobrunner FDP haben wir am 11.10. 2016 um 11:32 ergänzt.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

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