Geisterradler-Piktogramm

(Foto: Medienverband der Evangelischen Kirche Rheinland)
(Foto: Medienverband der Evangelischen Kirche Rheinland)

Letztes Jahr haben z. B. der Kreis Lippe und die Kreispolizeibehörde Gütersloh gemeinsam mit der Stadt Gütersloh mit einem einfachen Mittel darauf hingewiesen, dass Geisterradeln keine so gute Idee ist. Das 80 cm x 80 cm große Piktogramm wird mit einer auffälligen neongelben Sprühfarbe, die einigen Wochen hält, an ausgewählten unfallträchtigen Strecken direkt auf die Bodenpflasterung aufgesprüht. Der Kreis Lippe hat die Vorlage durch Schüler einer kreiseigenen Berufsschule zum Materialkostenpreis aus dünnem Stahl fertigen lassen, sodass sie vorsichtig behandelt werden muss. Initiiert wurde die Aktion 2013 von der Polizei Düsseldorf.

Jemand Lust, eine Sprühschablone zu realisieren, damit wir sie Kommunen im Ruhrgebiet zur Verfügung stellen können? Von alleine wird das ja nichts … :-(

vorne: Mohamed Achour und Elbekay Aghnima (Bauhof Stadt Gütersloh); hinten: Polizeihauptkommissar Michael Orzel, Polizei Gütersloh und Katharina Pulsfort, Fahrradbeauftragte der Stadt Gütersloh). (Foto. Polizei Gütersloh)
vorne: Mohamed Achour und Elbekay Aghnima (Bauhof Stadt Gütersloh); hinten: Polizeihauptkommissar Michael Orzel, Polizei Gütersloh und Katharina Pulsfort, Fahrradbeauftragte der Stadt Gütersloh). (Foto. Polizei Gütersloh)

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

12 Gedanken zu „Geisterradler-Piktogramm

  • 09.10.2016 um 19:10
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    Norbert,

    ist das wirklich ein so relevantes Problem? Ist es nicht oft genug so, dass die Leute zu GeisterradlerInnen werden, weil sie die genialen Ideen der kommunalen Radverkehrsplanung einfach nicht genug durchschauen? Angeblich wird Deutschland ja immer dümmer….. ;-)

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  • 10.10.2016 um 17:07
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    Klar ist das ein relevantes Problem. Selbst wenn der Radweg oder Radfahrstreifen breit ist. Das führt mindestens zu Verwirrung, mitunter aber auch zu kitzeligen Situationen, wenn eine der beiden Personen dadurch auf Flächen ausweichen muss, wo nicht mit ihnen gerechnet wird. Und erst Recht, wenn vielleicht nur auf den Gehweg ausgewichen werden kann. Dann hat man auf einmal Gehwegradler, die mindestens die Gemüter erhitzen.

    Also ja – so eine Schablone finde ich gut. Der Schriftzug dürfte aber etwas größer sein.

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    • 10.10.2016 um 17:43
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      Sehe ich ähnlich. Noch besser wäre es allerdings, nicht nur Symbole aufzusprühen, sondern an jeder Stelle, an der ein Symbol aufgesprüht wurde, auch die Infrastruktur zu überprüfen und ggf. in Ordnung zu bringen. Wenn gehäuft Geisterradler, Gehwegradler oder Radweggeher und -steher auftauchen, ist fast immer was faul mit der Infrastruktur. Logische Wegebeziehungen, die nicht angeboten werden (oder auch linksseitige Führungen, die dann ungünstig enden, wie im Übergang Wittener-/Unterstraße), bei Geisterradlern. Mischverkehr bei vielen Kfz oder Radführungen, auf denen sich viele nicht sicher fühlen, bei Gehwegradlern. Unzureichende Trennung und Kennzeichnung sowie unzureichende Geh- und Stehflächen (an Ampeln) bei Radweggehern und -stehern.

      Die Mängel lassen sich natürlich nicht immer sofort beheben. Aber Fehlverhalten ist ein guter Indikator für solche Mängel, den man für Verbesserungen nutzen sollte. Nur Symbole aufsprühen ist zu wenig.

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      • 10.10.2016 um 18:06
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        Dortmund Kaiserstraße stadtauswärts fahren die Leute auf dem Radweg in Gegenrichtung. Keine Ahnung warum.

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          • 10.10.2016 um 19:13
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            Aber jetzt mit VZ 254 sollten doch mal der eine oder andere ins Grübeln kommen oder regen die Leute sich bei Facebook über das Schild auf aus’m Bauchgefühl? Blos nicht versuchen zu verstehen.

            254

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  • 10.10.2016 um 19:06
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    Haben die da tatsächlich auf den Gehweg “bitte wenden“ gesprüht? Müsste wenn dann doch “bitte Fahrbahn benutzen“ heißen.

    Antwort
    • 10.10.2016 um 19:15
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      Es ging doch um Radwege und rote Pflastersteine spricht für einen Radweg.

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      • 10.10.2016 um 20:46
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        Ach dieses vermutlich holprig gepflasterte, an jeder Grundstückszufahrt abgesenkte und an Einmündungen über einen Bordstein führende Etwas ist ein Radweg?

        Richtig. Auf den zweiten Blick sehe ich das auch. Hatte ganz vergessen, dass wir in Deutschland sind.

        Wenigstens nicht benutzungspflichtig, wenn man das Schild im Hintergrund erkennt.

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        • 10.10.2016 um 21:01
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          Stadteinwärts ist das eine benutzungspflichtiger Einrichtungsradweg. Stadtauswärts geht es auf der Fahrbahn (Einbahnstraße).

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