Emscherkunst

Noch bis zum 18. September läuft in Dortmund und Umgebung die Emscherkunst. Um die Ausstellung zu besichtigen, nimmt man am besten das Fahrrad, empfehlen nicht nur wir sondern auch die Veranstalter.

Die Strecke wurde in enger Abstimmung mit dem ADFC Dortmund entwickelt. Die Wegeführung erfolgt größtenteils auf dem regionalen und örtlichen Radwegesystem und ist das verbindende Element zwischen allen Kunstorten und den Besucherzentren. Für die Unverwechselbarkeit der Wegweisung sorgen die orangefarbenen Schilder mit Richtungspfeilen oder dem Logo der Emscherkunst 2016. Sie finden sich entlang der Kunstroute an Laternen, Schildermasten, Zaunpfählen und ähnlichen Vorrichtungen. Die Kunstwerke sind durch Infosäulen ausgeschildert.
Um den gesamten Ausstellungsparcours abzufahren, und alle Kunstwerke zu erleben, wird eine zweitägige Tour empfohlen. Die Kunstroute erstreckt sich über rund 50 Kilometer und ist afufgrund größtenteils moderater Steigungen auch für ungeübte Radfahrer gut befahrbar.

Es gibt übrings für 9 € eine eigene Kunst- und Radkarte zur Ausstellung.

Auf ein Werk muss das Radverkehrsportal für Dortmund hinweisen.

Bei dem „Werk Kunstpause“ von atelier le balto gehören die Radbügel zum Kunstwerk und wurden dort von den Künstlern aufgestellt für die Dauer der Emscherkunst. Das ist vorbildlich, das Künstler bei einer vorrübergehenden Installation an die Radfahrer*innen denken  und dann auch richtige Fahrradbügel einplanen, die im Boden befestigt sind, wie die Bilder aus der Endphase des Aufbaus zeigen.

(Foto: Norbert Paul)
(Foto: Norbert Paul)
(Foto: Norbert Paul)
(Foto: Norbert Paul)

Zwischen Dorstfeld und Huckarde an der Emscher gelegen, ist die Installation leicht zu finden.

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Kunstpause

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Kunstpause 51.523250, 7.424610 Nähere Infos auf der Festival-Homepage.GPS: 51.52325, 7.42461 (Routenplaner)

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

3 Gedanken zu „Emscherkunst

  • 17.06.2016 um 22:49
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    Das Aufstellen von Fahrradständern ist löblich. Beim nächsten Mal wird es dann hoffentlich auch barrierefrei (aber ganz ehrlich: man verpasst nichts, absolut gar nichts).

    Interessanter sind die anderen beiden Werke in diesem Kunst-Cluster: Gleich gegenüber der Emscher betont ein Künstler den wichtigen Beitrag, den der Hinduismus zum Glück und der kulturellen Vielfalt Dortmunds geleistet hat. Oder macht er sich doch nur über die Beschränktheit der rechten Knallköpfe aus dem angrenzenden Dorstfeld lustig, die zu blöd sind, verfassungsfeindliche Symbole richtig herum zu zeichnen?

    Das dritte Werk des Clusters ist den Nutzern der Schnettkerbrücke (Nordseite) gewidmet. Dort haben geniale Planer ausprobiert, was wohl passiert, wenn man die Querneigung eines Geh- und Radwegs nicht nach außen, sondern zur Brückeninnenseite konstruiert. Seitdem bieten noch Wochen nach den letzten Regenfällen große Pfützen auf dem ohnehin viel zu schmalen Wegelchen allen Nutzern des Umweltverbundes die Gelegenheit, einander näher zu kommen. Von ganz besonderem symbolischen Wert ist aber der nährstoffreiche und hygienisch hochinteressante Film, der sich aufgrund der klugen Wahl der Querneigung aus den Exkrementen gewisser Vierbeiner bildet und der (mit monatlich wachsender Dicke) auf dieser Betonkonstruktion einer zunehmend reichhaltigen Flora eine Lebensgrundlage bietet (Stichwort: Grüne Mobilität – vielleicht sogar: Urban Gardening?). Diesen Nutzern der Schnettkerbrücke ist also das dritte Kunstwerk gewidmet: Ein begehbarer Hundehaufen – passenderweise vierbeinig.

    Aber auch Nichtnutzer der Schnettkerbrücke, die dennoch täglich die Qualität genießen dürfen, mit der die AGFS-Stadt Dortmund den Fuß- und Radverkehr fördert, dürfen sich von der hohen Symbolkraft des Haufens persönlich angesprochen fühlen.

    Wie arm die Welt doch ohne Kunst wäre!

    Antwort
      • 25.06.2016 um 23:29
        Permalink

        Stimmt genau. Man beachte oben im Bild, wie geschickt der Künstler eine solche Pfütze neben den Haufen komponiert hat…

        Antwort

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