Ride Of Silence Dortmund [mit Updates]

Am 04.07.2012, 11:50 Uhr wurde das letzte Mal eine Radfahrerin in Dortmund bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt. Viele Radfahrer*innen werden aber weiterhin jedes Jahr in Dortmund teilweise schwer verletzt. Daher nimmt VeloCityRuhr dieses Jahr am Ride Of Silence teil. Dieser findet traditionell am dritten Mittwoch im Mai um 19 Uhr weltweit statt — seit 2015 auch in Deutschland. Dabei gedenken Radfahrer*innen den in den letzten Jahren getöteten und schwer verletzten Radfahrer*innen. 2016 ruft VeloCityRuhr erstmalig dazu auf, auch in Dortmund zu gedenken. Die Gedenkfahrt soll am Mittwoch 18. Mai um 19:00 am Friedensplatz startet und max. 2 Stunden dauern. Es werden die Orte angefahren, an denen es 2015/16 zu Unfällen kam, bei denen Radfahrer*innen schwer verletzt wurden. Dort wird jeweils eine Schweigeminute eingelegt.

Die Teilnahme mit einem StVZO-kompatiblen Rad erfolgt auf eigene Verantwortung. Es wird bei der Gedenkveranstaltung nicht für oder gegen etwas demonstriert. In Anlehnung an die Ghost-Bikes ist es wohl üblich weiß gekleidet zu kommen. Wir finden aber auch schwarze Kleidung angemessen.

Noch laufen die Planungen. Updates gibt es umgehend hier auf velocityruhr.net

Koordinatoren: Norbert Paul & Fabian Menke

11. 05. 2016

Die Route wird in etwa so aussehen. Näheres die Tage.

18.05.2016

Der WDR berichtet über den Ride of Silence in Köln, die RN haben in DO drauf hingewiesen, der Westanzeiger auch.

18.05.2016
Gerade kam der Anruf, dass die Fahrradstaffel der Polizei auch kommen wird. Freut uns natürlich. Wir werden ein bisschen improvisieren müssen, da leider Persönliches dazwischen gekommen ist. Gemeinsam schaffen wir das aber. :-) Hier auch noch die Pressemitteilung:

Pressemitteilung

Dortmunder Radfahrer*innen gedenken verletzten und getöteten Radfahrer*innen

Am 04. 07. 2012 um 11:50 Uhr wurde das letzte Mal eine Radfahrerin in Dortmund bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt. Während die lange Periode ohne getötete Radfahrer*innen eine positive Entwicklung ist, werden weiterhin viele Radfahrer*innen jedes Jahr in Dortmund teilweise schwer verletzt ohne das die breite Öffentlichkeit davon Notiz nimmt. Daher ruft VeloCityRuhr dieses Jahr erstmalig zur Teilnahme am Ride Of Silence auf. „Wir möchten unsere Anteilnahme ausdrücken und deutlich machen, dass hinter den Zahlen der Unfallstatistik immer auch Menschen stehen mit einem konkreten Schicksalsschlag. Jeder tödlich verunglückte Verkehrsteilnehmer – egal ob auf dem Fahrrad oder nicht – ist einer zu viel.“ erläutert Norbert Paul die Motivation der Organisatoren.

Die Gedenkfahrt startet am Mittwoch, dem 18. Mai um 19:00 am Friedensplatz. In 1,5-2 Stunden werden ca. 12 km zurück gelegt. Es werden die Orte angefahren, an denen es 2015/16 zu Unfällen kam, bei denen Radfahrer*innen schwer verletzt wurden. Dort wird jeweils eine Schweigeminute eingelegt. „Radfahren ist eine sichere Art der
Fortbewegung. Dennoch passieren immer wieder Unfälle, die in der Regel durch mehr Aufmerksamkeit und Miteinander auf der Straße hätten vermieden werden können.“ erklärt Fabian Menke.

Die Teilnahme mit einem StVZO-kompatiblen Rad erfolgt auf eigene Verantwortung. Es wird bei der Gedenkveranstaltung nicht für oder gegen etwas demonstriert.

In Anlehnung an die Ghost-Bikes ist es international üblich weiß gekleidet zu kommen, aber auch schwarze Kleidung ist passend.

Weitere Infos finden Interessierte auf http://www.velocityruhr.net

Hintergrund-Infos

– VeloCityRuhr ist ein Netzwerk engagierter Radfahrer*innen aus dem Ruhrgebiet. VeloCityRuhr wurde aufgrund seines Engagements in den Nahmobilitätsbeirat Dortmund berufen. Das Netzwerk hat bisher z. B. das Radverkehrsportal für das Ruhrgebiet unter velocityruhr.net realisiert. Dort gibt es aktuelle Infos und Kommentare zum lokalen Radverkehr.
– Der Ride of silence findet traditionell am dritten Mittwoch im Mai um 19 Uhr, zuerst 2003 in Dallas (Texas) inzwischen weltweit statt — seit 2015 auch in Deutschland. Dabei gedenken Radfahrer*innen den in den letzten Jahren getöteten und schwer verletzten Radfahrer*innen.
– Nach Deutschland wurde der Ride of Silence 2015 vom ADFC und der Webseite itstartedwithafight.de nach Osnabrück geholt, nachdem 2014 allein drei Radfahrer*innen in der Stadt getötet worden waren. Auch weitere Städte schlossen sich daraufhin der Bewegung an.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung.

Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

5 Gedanken zu „Ride Of Silence Dortmund [mit Updates]

  • 13.05.2016 um 7:53
    Permalink

    Es überrascht mich, dass an der Nordost-Ecke der Kreuzung Hamburger Straße / Weißenburger Straße kein Stop eingelegt werden muss. Hier wird man regelmäßig vom Rechtsabbieger geschnitten. Eine vorgezogene Haltelinie wäre wünschenswert.

    Antwort
    • 13.05.2016 um 10:53
      Permalink

      Als wir die Daten von der Polizei übermittelt bekamen und ich sie in einer Karte lokalisierte, war ich auch über das Fehlen mancher Stellen verwundert. Da dies aber nur die Unfälle von 2015 mit schwer verletzen sind, kann das durchaus stimmen, auch wenn die Wahrnehmung der Gefährdungspunkt eine andere ist.

      Antwort
  • Pingback:Bewegungsmelder KW 20.2016 – foxtrails

  • 18.05.2016 um 14:42
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    Moin!

    „Näheres die Tage“ – in vier Stunden wär’s nachschüssig.

    WHo

    Antwort
    • 18.05.2016 um 15:16
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      Bis auf den Schlenker an der Chemnitzerstraße hat sich an der Planung nichts geändert. Da Fabian als Streckenplaner gerade wichtigeres zu tun hat, bleibt es bei der einen Karte. Sorry.

      Antwort

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