Best-Practice: Fahrradfreundliche Anfahrtinfos

Das fahhradfreundliches LWL-Industriemuseum bietet regelmäßig Exkursionen mit dem Rad an (Foto: LWL/Hudemann)
Das fahhradfreundliches LWL-Industriemuseum bietet regelmäßig Exkursionen mit dem Rad an (Foto: LWL/Hudemann)

 

Gute und umfassende Infos für Radfahrer*innen sind bei Anfahrtinfos eher selten. Absolut vorbildlich sind die Infos auf der Seite des LWL-Industriemuseum:

Zu den Infos gehören:

  • Angaben zu nahegelegen Radrouten, Angabe zur Einbindung in die NRW-Wegweisung sowie Links zu mindestens einem Radroutenplaner.
  • Vorschläge zu Radtouren im Zusammenhang mit dem Besuch
  • Angaben zu Fahrradständer und -garagen (nicht in Bochum, Bocholt)
  • Angaben zur weiteren Radinfrastruktur: Schließfächer/Garderoben, Verpflegungsmöglichkeiten, Verfügbares Kartenmaterial zum Kauf (nicht in Bochum)
  • Angaben zu Werkzeug, Pumpe und Leihschlösser (nicht in Bochum)
  • Hinweise zu den nagelegenen Radstationen, Leihradstationen

Was alles vorhanden ist, ist natürlich auch hochgradig vorbildlich. Außerdem LWL-Industriemuseum kenne ich auch kein Museum, dass regelmäßig Radexkursionen anbietet, z. B. am 8. 5. Es geht 40 km vom Schiffhebewerk Henrichenburg nach Herne und zurück. Das dies kein Standard ist bei allen Museen des LWL zeigt ein Blick auf die Seiten des Freilichtmuseum in Hagen oder des Freilichtmuseum in Detmold. Beim LWL-Museum für Archäologie in Hagen fehlt der Punkt Fahrad unter Anfahrt sogar komplett.

Brauchbare Infos gibt es aber auch z. B. beim Freilichtmuseum Kommern. Dort gibt es auch GPS-Koordinaten für technisch moderner als ich ausgestattete Radfahrer*innen. Außerdem heißt es dort:

Sie können direkt bis zum Museumseingang (Zufahrt über „Eickser Straße“ und „Neue Pfalz“) vorfahren. Dort sind Fahrradständer vorhanden.

Radroutenplaner des Radwegenetzes NRW

Gepäck können Sie in Schließfächern an der Kassenanlage aufbewahren.

Auch beim Freilichtmuseum Roscheiderhof gibt es die GPS-Koordinaten und als Info für die Anreise mit dem Rad die Hinweise:

Aus allen Richtungen gut erreichbar, aber schlecht ausgeschildert. Fahrradständer – auch zum Anschließen der Fahrräder – vor dem Museum vorhanden.

Daruter gibt es eine direkten Link zu OpenStreetMap, wo es ja inzwischen sehr gute Radverkehrsinfos gibt.


Kennt ihr weitere Beispiele für vollständige und brauchbare Anfahrtinfos für Radfahrer*innen?

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

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