Neues aus der dortmunder Politik: Bolmkesperrung, das Rufen nach Tempo 30 und über fünf Jahre bis zur Ablehnung der Asphaltierung

Wie jeden Monat gibt es auch diesen Monat in der Lokalpolitik Forderungen nach Tempo 30. (Drucksache Nr.: 04281-16 und Drucksache Nr.: 02491-15-E1) Ein Tempo 30-Konzept für Hörde soll schon länger kommen und ist noch nicht vorgelegt worden, was der CDU nicht gefällt. (Drucksache Nr.: 04345-16) Verlinkung zur Recherche-Datenbank

Vor 1,5 Jahren berichtete ich im ADFC-Blog, dass die Grünen alle paar Jahre seit Ende 2010 die Sanierung eines Weges mit wassergebundenen Decke anmahnten. Jetzt sagt das Tiefbauamt endlich, dass eine Asphaltierung baulich und finanziell nicht möglich sei. (Drucksache Nr.: 03516-16-E1)

Auch zur seit einem Jahr gesperrten Bolmke (s. hier, hier und hier) gibt es wieder nichts Neues. (Drucksache Nr.03914-16-E1)

Hier wieder eine Auswahl interessanter weiter Themen in den nächsten Sitzungen verschiedener Gremien in Dortmund.

  • Straßen müssen breit sein, fordert die CDU für die zukünftig ausgebaute Semerteichstraße (Drucksache Nr.: 03441-16-E1) Außerdem: Wiese zu Parkplätzen mit der CDU (Drucksache Nr.: 04259-16) Verlinkung zur Recherche-DatenbankBeantwortung einer Anfrage in Recherche-Datenbank Oder: Notfalls aus einem zwei Parkplätze machen. (Drucksache Nr.: 01638-15-E3) Verlinkung zur Recherche-Datenbank
  • Mehr Grünes Licht für den Autoverkehr zu Lasten des Rad- und Fußverkehrs fordert die CDU für eine regelmäßig von mir befahrene Strecke an der B1 / Voßkuhle (Drucksache Nr.: 04315-16) Verlinkung zur Recherche-Datenbank
  • Damit weiterhin geparkt werden kann, soll die Hildesheimer Straße eine Einbahnstraße werden. Von einer Freigabe für den Radverkehr ist nicht die Rede. E-Mail dazu ist raus. (Drucksache Nr.: 03216-15-E1) Beantwortung einer Anfrage in Recherche-Datenbank
  • Wer sich für juristische Hintergründe interessiert: In Hörde  wird ein Teilabschnittes der Hörder Rathausstraße in der Widmung erweitert, damit die Widmung passt zur längst erlaubten Nutzung mit dem Rad (Drucksache Nr.: 04136-16) Vorlage in Recherche-Datenbank
  • Die CDU richtet ihre Verkehrspolitik an den Wünschen der Anlieger am Niederhofer Kohlenweg aus anstatt eine eigene Position zu haben (Drucksache Nr.: 04347-16) Verlinkung zur Recherche-Datenbank
  • Der Verkehrsversuch Faßstraße soll nun endlich beginnen (Drucksache Nr.: 04192-16 letzter Punkt) 
  • Kleingärtner wollen bis in den Garten fahren, fordern dann aber nicht, dass die Allgemeinheit das finanziert und wollen den Weg selber pflastern (Drucksache Nr.: 03308-15-E1) Verlinkung zur Recherche-Datenbank
  • Vor der eigenen Haustür störrt Falschparken immer noch am meisten. In LüDo machen die LKW den Gehweg dabei auch noch kaputt und die Straßenverkehrsbehörde kann auch nichts mehr machen. Hier sei die Verkehrsüberwachung gefragt. (Drucksache Nr.: 03765-16-E5) Manchmal werden Lokalpolitiker auch beim Fahren behindert. (Drucksache Nr.: 04318-1, Drucksache Nr.: 04301-16), Drucksache Nr.: 04300-16 und
    Drucksache Nr.: 04337-16) Verlinkung zur Recherche-Datenbank
    Genauso ist es, wenn es um Geschwindigkeitsüberschreitungen geht. (Drucksache Nr.: 04260-16) Verlinkung zur Recherche-DatenbankAber auch mit durch Falscherparkern behinderte Senioren hat man Mitleid. (Drucksache Nr.: 03695-16) Verlinkung zur Recherche-Datenbank
  • Ich bin nicht wirklich ein Anhänger von P+R-Parkplätzen, wenn damit Buszubringer kanibalisert werden könnten wie z. B. in Grevel. Dort soll es mehr Parkplätze geben, fortdert die SPD. Aber es soll auch mnehr B+R-Abstellplätze geben. Nur sollten die anstelle von Kfz-Parkplätze errichtet werden, um Verlagerungsdruck zu erzeugen. (Drucksache Nr.: 05800-06-E2) Verlinkung zur Recherche-Datenbank
  • Nachdem man sich dran gewöhnt hat, findet man vieles gut. Inzwischen hat auch die CDU Sympatien für Kreisverkehre. Jetzt müssen sich die Konservativen nur noch an Radfahren im alltag gewöhnen. (Drucksache Nr.: 04302-16)
  • Hat man das Geld für Prestige-Objekte im Rat ausgegeben fehlt das Geld für den Unterhalt der Gehwege, was sich dann in Anträgen in den BV niederschlägt (Drucksache Nr.: 01679-15-E1) Verlinkung zur Recherche-Datenbank
  • SPD will wissen, ob es zu wenige Fahrradabstellmöglichkeiten am Gymnasium an der Schweizer Allee gibt (Drucksache Nr.: 04230-16) Verlinkung zur Recherche-Datenbank
  • Der Weg entlang des Rüpingsbach soll weiter gebaut werden (Drucksache Nr.: 04131-16) Vorlage in Recherche-Datenbank

Update 14. 05. 2017 02:26

Auch über ein Jahr später, gibt es noch nichts wirklich Neues zur Sperrung in der Bolmke.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung.

Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

6 Gedanken zu „Neues aus der dortmunder Politik: Bolmkesperrung, das Rufen nach Tempo 30 und über fünf Jahre bis zur Ablehnung der Asphaltierung

  • 24.04.2016 um 15:04
    Permalink

    – „der Weg entlang des Rüpingsbach soll weiter gebaut werden“ – die Anbindung zum Grotenbach Betriebsweg der EG und zum Kirchhörderbach ist aber nicht in Planung!? Die Querungsmöglichkeit unter der S-Bahn ist angeblich nicht finanzierbar(300.000€) – warum nicht über eine Querungsmöglichkeit über eine Gitterrostebene in der bestehenden Unterführung nachgedacht wird ist mir schleierhaft, da diese Möglichkeit nur einen Bruchteil der Kosten erzeugen würde.

    In Richtung Innenstadt bzw. Schnettkerbrücke ist die Anbindung des Rüpingsbachweges entlang der DB Gleisanlagen an den Emscherradweg auch nicht in Planung. Der Radwege Ausbau entlang der Emscher unter der Schnettkerbrücke (Querungsmöglichkeit Gleisanlage DB) wird auch nicht angegangen! Auch hier könnte mit geringem Finanziellem Aufwand über eine Gitterrostebene in den bestehenden Unterführungen des Emscherlaufes die Radweg Verbindung verbessert werden.

    Die Nord/Westseite der Schnettkerbrücke verfügt nicht über eine Abfahrt zum Emscherradweg.

    Alles im allem wieder sehr unbefriedigend.

    Antwort
    • 24.04.2016 um 19:09
      Permalink

      Die Querungsmöglichkeit unter der S-Bahn ist angeblich nicht finanzierbar(300.000€) – warum nicht über eine Querungsmöglichkeit über eine Gitterrostebene in der bestehenden Unterführung nachgedacht wird ist mir schleierhaft, da diese Möglichkeit nur einen Bruchteil der Kosten erzeugen würde.

      Es geht um die Stelle am nördlichen Ende des 2015 eröffneten Teilstücks?

      Auf der Gitterrostebene hört sich für mich sehr eng an …

      Antwort
  • 25.04.2016 um 19:29
    Permalink

    Hallo Herr Paul,

    Grundsätzlich geht es um die Anbindung des Rüpingsbach Radweges an den Emscherradweg und den Kirchhörderbachradweg, sowie den Grotenbachradweg. Auch eine schmale bestehende Unterführung die durch eine Gitterrostebende ertüchtigt werden müsste, ist besser als keine Unterführung und lange Umwege. Die Unterführung des Rüpingsbaches an der Grotenbachstraße ist immerhin ca. 4m breit. Auch die Unterführungen der Emscher unter der Schnettkerbrücke sind ca. 4-5m breit.

    Antwort
    • 10.05.2016 um 15:01
      Permalink

      Hallo,

      ich war heute am Rüpingsbach Höhe S-Bahn-Strecke. Ist der Tunnel auf ganzer Länge so hoch? Es sah dunkel aus, was bei der Länge eigentlich nicht sein dürfte. Auch sind dort Rohre, die mitten drin den Tunnel queren …

      Antwort
      • 31.05.2016 um 19:02
        Permalink

        Kann man hier Fotos hochladen? Kann die Stellen ja mal im Foto erläutern.

        Antwort
        • 31.05.2016 um 20:32
          Permalink

          Danke für das Angebot.

          Für Leser ist das nicht möglich. Wenn du einen Download-Link z. B. zu einem Bilder-Hoster in den Kommentar setzt, füge ich die ein. So mache ich das bei einem anderen Leser. Oder du schickst die mir per E-Mail und ich gebe dir die URL oder du kennzeichnest die Stellen wo welches Bild hin soll und ich ergänze das. Einfach norbert.paul vor die URL velocitruhr.net mit einem @ packen und du hast meine E-Mail-Adresse. Wenn das umfangreicher ist, mache ich auch gern einen Gastbeitrag draus – dann einfach auch den Text in einer rtf-Datei o. ä. mailen.

          Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.