Erfolg: Sachgerechter Übergang zu nicht benutzungspflichtigem Radweg

Im Rahmen des Baus der Fahrstühle für die Haltestelle Märkische Straße muss ein Teil der Ophoffkreuzung umgebaut werden. Eine Musterkreuzung für den Rad- und Fußverkehr wird sie auch weiterhin nicht werden. Außer die Ost-West-Verbindung auf der Nordseite wird es zumindest direkte Querungen für den Radverkehr in Form von Radfahrstreifen (keine Schutzstreifen) geben, was Sicherheit und Komfort deutlich erhöhen wird. Die Radwege entlang der Märkischen Straße sind nicht benutzungspflichtig und nach Querung der Kreuzung geht es jeweils bergab, so dass es sinnvoll ist, auf der Fahrbahn zu fahren und nicht dicht an parkenden Autos vorbei auf dem Radweg. Die Planungen sahen vor, dass die Markierung aber nach der Kreuzung auf den nicht benutzungspflichtigen Radweg führen. Das ist aber ein Problem, da sowohl Radfahrer*innen als auch Autofahrer*innen dann zu glauben scheinen, man müsse auf den Radweg fahren. (Zu dem Problem siehe auch mein Beitrag im ADFC-Blog-Beitrag.)

(Auszug aus Planunterlagen der Stadt Dortmund)
(Auszug aus Planunterlagen der Stadt Dortmund)

In einem Telefongespräch konnte ich vor einer Woche den zuständigen Mitarbeiter davon überzeugen, dass die Wahlmöglichkeit auch durch die Markierung zum Ausdruck gebracht werden sollte durch eine V-Markierung. Wenn man die Querung rot markieren würde, könnte es in etwa so aussehen:

(Auszug aus Planunterlagen der Stadt Dortmund mit Bearbeitung)
(Auszug aus Planunterlagen der Stadt Dortmund mit Bearbeitung)

Da es sich nicht um einen kompletten Neubau handelt und angesichts der Dominanz des Autoverkehrs an der Kreuzung und dem mangelnden politischen Willen, wirklich etwas für den Rad- und Fußverkehr zu tun, kann man aktuell mehr Verbesserungen für den Rad- und Fußverkehr nicht erreichen. Wenn mein Vorschlag wirklich umgesetzt wird, ist das aber ein nicht unerheblicher Fortschritt. Warten wir es ab. Mit der direkten Querung auf der Fahrbahn hat die Verwaltung zudem eine richtige Entscheidung getroffen. Hier zeigt es sich aber auch, wie wichtig es ist, rechtzeitig von Planungen Kenntnis zu haben, da sich dann häufig wichtige Details noch problemlos ändern lassen. An der rechtzeitigen Kenntnis arbeiten wir in Dortmund hier noch.

 

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

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