Cargobike Dortmund entwickelt 2016 Lastenrad-Wertschöpfungskette weiter

Foto: Norbert Paul
Das Dortmunder Leihlastenrad Rudi (Foto: Norbert Paul)

„Dortmund ist Kompetenzzentrum für Lastenräder“, ist Ralf Finger von der Wirtschaftsförderung Dortmund überzeugt. Daher hat die Wirtschaftsförderung zusammen mit der IHK das Netzwerk Cargobike-Dortmund initiiert. Im letzten Jahr gab es die ersten vier Netzwerktreffen, die der Vernetzung von allen Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette auch über Dortmund hinaus dienen. „Für uns ist es sehr schwer, mitzubekommen, was sich aus den Treffen ergibt“, erklärt Ralf Finger von der Wirtschaftsförderung im Gespräch mit VeloCityRuhr.net, „denn Firmen sprechen meist erst über ihre Initiativen, wenn es einen Erfolg gab.“ Dass zu jedem der Treffen 40 bis 50 Teilnehmer*innen gekommen sind, davon etwa die Hälfte jeweils die gleichen Personen, ist für ein neues Thema aber durchaus ein erster Erfolg und zeigt sicherlich das große Interesse an dem Thema in Dortmund. Nachdem nun durch die Treffen eine erste Basis gelegt wurde, steht für 2016 die Entwicklung einer Strategie an für die Förderung der dortmunder Unternehmen. Finger rechnet damit, dass sich dazu ca. 10 Unternehmen zu einem Strategieworkshop zusammen finden werden vom Hersteller über den Forscher bis zum Anwender. In diesem Jahr will die Wirtschaftsförderung zudem weiterhin Dortmund als Kompetenzzentrum in diesem Bereich positionieren. So ist Cargobike Dortmund ein Partner des E-Bike-Festival in Dortmund (15.-17.4.2016). Ein weiteres Schwerpunkt bilden die anlaufenden Forschungskooperationen, z. B. im Rahmen von Urban Factory der TU Dortmund.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

6 Gedanken zu „Cargobike Dortmund entwickelt 2016 Lastenrad-Wertschöpfungskette weiter

  • 30.01.2016 um 13:19
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    Danke für deine tollen Beiträge! Ich freue mich schon, wenn es wieder Sommer ist und ich wieder Rad fahre!

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    • 30.01.2016 um 13:43
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      Wenn Radfahren so viel Freude macht, einfach das ganze Jahr über fahren ;-).

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    • 21.02.2016 um 0:08
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      In DO haben die Lastenräder auf der Straße zahlenmäßig aktuell keine Relevanz. Damit kann man die IHK nebenan schlecht überzeugen. Mein sehr partieller Eindruck ist sowieso, dass Lastenräder sich in Städten, in den Lastenräder keine Exoten sind, vor allem gerade als Privatfahrzeug verbreiten. Ob als Ersatz oder Ergänzung zu einem Auto, weiß ich nicht. Simon, wie siehst du das?

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  • 21.02.2016 um 0:36
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    Aktuell ist es eher Kuriersporot und im Ruhrgbeit noch selten. Bleibt die Frage, was alles ein „Cargobike“. In Dortmund radelt ein Pflegedients mit Box am Pedelec zu den Patienten, in Hernie wurde gerade das „Helfie“ ausgezeichnet, Kuriere nutzen es oft regelmäßig, auch auf Industrieanlagen sind öfter schon Lastenräder im Einsatz. ThyssenKrupp hat ebenfalls erste am Rollen, viele sind halt „hinter dem Zaun“ und nicht sichtbar.

    Aber klar, der größte Markt ist aktuell privat, aber soweit ich weiß sind bei Punta Velo auch erste Kunden im Handwerk dabei. in Düsseldorf ist ein Parkettleger der alle Muster fährt, irgendwo auch ein Klempner, der kleine Reparaturen fährt, genauso wie es Essentaxen gibt…

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    • 21.02.2016 um 16:18
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      Mir ging es um Städte, in denen das Lastenrad kein Exotenstatus hat. In Basel und Straßbourg sah ich in den letzten Tagen regelmäßig Lastenräder. Ein Beispiel aus Basel.
      Lastenrad in Basel

      Wie ist das z. B. in Copenhagen? Sieht das da auch eher danach aus, dass private die im Straßenverkehr nutzen?

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