Allein auf weiter Flur

Jedes Wochenende bietet sich mir das gleiche Bild: Ich komme an einer Sporthalle im Ruhrgebiet an und schließe mein Fahrrad ab. Wochenende für Wochenende ist es aber fast immer nur mein Fahrrad, das ich sehe.

Ich sehe sehr viele Sporthallen im Ruhrgebiet, weil ich beim Westdeutschen Basketball- Verband tätig bin. Fahrradparkplätze sind meist ausreichend vorhanden und in hoher Qualität: Bügel zum anschließen sind meist direkt vor dem Eingang, dass man die Räder auch immer im Blick haben kann. Wenn dies nicht möglich ist, schließe ich mein Rad auch gerne an eine Laterne oder nehme es mit in die Sporthalle. Für die meisten Hausmeister ist das kein Problem.

So oder so bietet die Anreise mit dem Rad für mich nur Vorteile: Ich kann während der Fahrt mir entspannt über das kommende Basketballspiel Gedanken machen. Zudem bin ich in gewissem Maße aufgewärmt. Das ist gerade in kalten Hallen oder im Winter von großem Vorteil! Man spart sich also gewisse Aufwärmzeit. Nach dem Basketballspiel nutze ich die Fahrt gemütlich für ein Cooldown. Das tut den Beinen sehr gut und sie sind am nächsten Tag nicht so „schwer“.

Die meisten „Sportler/innen“ reisen mit dem Auto an. Einige parken ihre Fahrzeuge sogar in der Feuerwehrzufahrt vor der Sporthalle, anstatt auf dem großen -etwa dreißig Meter entfernten- Parkplatz. Naja trotzdem muss ich weniger laufen, weil mein Fahrradparkplatz direkt vor der Tür ist ;-P (Aber warum ist man sich zu fein ein paar Meter mehr zu laufen? Man ist doch Sportler!)

Dabei finde ich es immer bedauerlich, dass man sich zwar als „Sportler/in“ bezeichnet, bei der eigenen Mobilität jedoch Bewegung aus eigener Kraft vermeiden möchte. Gerade für Sportler/innen bietet sich die Anreise zu Fuß oder mit dem Fahrrad aus o.g. Gründen an. Gute Erfahrungen habe ich bei längeren Strecken auch mit der Anreise mit dem ÖV oder B&R gemacht.

Ein paar Schritte vor oder nach dem Sport haben noch niemandem geschadet ;-)

Vielleicht sehe ich künftig mehr Fahrräder vor Sporthallen :-)

Nico Faust

Der Jüngste Blogger im VCR-Blog. Seit 2015 ist der Planer bei VCR.

11 Gedanken zu „Allein auf weiter Flur

  • 15.12.2015 um 22:51
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    Einige parken ihre Fahrzeuge sogar in der Feuerwehrzufahrt vor der Sporthalle,

    Darf das Spiel dann überhaupt stattfinden?

    Antwort
  • 16.12.2015 um 13:19
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    Das mit dem „Ich hab ein Auto und kann nicht so weit laufen“, kann man auch auf jedem x-beliebigen Discounterparkplatz beobachten.

    Antwort
      • 16.12.2015 um 19:55
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        Ja, z.B. hier: https://www.google.de/maps/@51.4931981,7.4636639,329m/data=!3m1!1e3

        Abends Victor-Toyka-Straße zugeparkt, teils in zweiter und dritter Reihe, Behindertenparkplätze sowieso. Radständer völlig leer, auch auf dem 25m Luftlinie entfernten Parkplatz nördlich der Baumreihe gähnende Leere.

        Wo wollen die alle hin? Na, auf die Sportplätze, in das Fitnessstudio, in den Sportverein und (als besonderes Highlight) in das „Dortmunder Berufskolleg für Gymnastik und Motopädie“. Ganz großes Kino.

        Antwort
        • 16.12.2015 um 20:24
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          Ja die Stelle kenne ich sehr gut. Leider Alltag in Dortmund…

          Antwort

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