Danke

DSC_1579_blog

So ganz 100%-ig korrekt ist es nicht, aber wir wollen ja mal nicht so sein. Vor einem Jahr hatte ich im ADFC-Blog schon mal auf so einen selten Fall von „Radverkehr beim Pkw-Abstellen mitbedacht“ berichtet, und dann gelernt,  dass man aufgrund von Anlage 2 RN 68 Nr. 2 Buchst. a StVO i. V. m. RN 10 VwV StVO dort eigentlich nicht parken darf.

Was für eine Wohltat, nachdem ich mich kurz vorher noch über Trio Kampfradler auf dem Radweg gesehen hatte …

DSC_1575_blog2

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

13 Gedanken zu „Danke

  • 26.07.2015 um 9:00
    Permalink

    der parkt aber gut. und ich war völlig überrascht, da der im bild belieferte kiosk direkt um die Ecke von mir ist.

    Antwort
  • 26.07.2015 um 10:30
    Permalink

    Was du schreibst, ist so nicht richtig, denn die zitierten Stellen verbieten nur das Parken und Halten neben einem Radfahrstreifen (Zeichen 237 in Verbindung mit der „Fahrbahnbegrenzung“ Zeichen 295). Im Foto ist dagegen ein Schutzstreifen zu sehen (markiert mit der „Leitlinie“ Zeichen 340 und ohne Zeichen 237), der gerade kein von der Fahrbahn abgetrennter „Sonderweg für Radfahrer“, sondern Bestandteil der Fahrbahn ist. Mir ist nicht klar, ob das Parken neben einem Schutzstreifen verboten ist, wenn die verbleibende Fahrbahnbreite mindestens drei Meter beträgt. §12 Abs. 4 (es ist „an den rechten Fahrbahnrand heranzufahren“) in Verbindung mit dem Verbot, auf Schutzstreifen zu parken, käme in Betracht, klingt aber etwas konstruiert. Kann dazu jemand was sagen?

    Dass unabhängig davon im Foto das Freihalten des Schutzstreifens zwar nett, das Parken entgegen der Fahrtrichtung auf einer Sperrfläche hinter einer unübersichtlichen Kurve auch nicht ganz sauber ist, dürfte klar sein.

    Antwort
  • 26.07.2015 um 10:41
    Permalink

    Apropos radeln auf Fußwegen: Verkehrte Welt: Habe in Dortmund schon öfters beobachtet, dass Radler/innen auf dem Fußweg (auch gerne noch auf der gegenüberliegenden Seite fahren), aber Fußgänger/innen dann den von PKW zugaparkten Fußweg vermeiden und die Fahrbahn benutzen.

    Antwort
  • 26.07.2015 um 19:30
    Permalink

    @Pierre

    Was deinen Absatz zum Thema „unsauberen“ Parken angeht.
    Ich glaube du schätzt die Situation etwas falsch ein.
    Er parkt da eher vor der Kurve als dahinter.
    Wenn ich schaue in welcher Richtung die Autos parken auf der Seite, und das da der Anfang einer Fahrbahnmarkierung unter dem Transporter zu sehen ist, vermute ich eher, das es sich um eine Einbahnstraße handelt, und er „nur“ das letzte Stück der linken Fahrbahn zuparkt.

    Antwort
  • 27.07.2015 um 6:57
    Permalink

    Da Schutzstreifen zur Fahrbahn gehören, darf man nicht daneben parken. Man muss am rechten Fahrbahnrand parken.
    Wie Pierre schon anmerkte, steht das in der StVO § 12 (4).

    Was man daran gut finden soll, einen schmalen Streifen nicht zuzuparken, kann ich nicht verstehen. Als Radfahrer soll ich also dort hindurchfahren, nicht wissend, ob jemand gleich die Tür aufreist. Ausweichmöglichkeiten bestehen dann auch nicht mehr.

    Antwort
    • 27.07.2015 um 15:27
      Permalink

      Was man daran gut finden soll

      – In Dortmund hat es Seltenheitswert, dass die Radverkehrsreservate von den (vermeitlichen) Profiteuren ernst genommen werden.
      – An der Stelle müsste man ansonsten zum Ausweichen direkt in den Gegenverkehr, da es eine Einbahnstraße ist

      Antwort
  • 28.07.2015 um 23:55
    Permalink

    @Norbert Danke, nun ists klarer und ich staune, weil ich in 50 Metern Entfernung (hinter dem Bahndamm hinten im Bild) öfter vorbeifahre, ohne die Stelle selbst bisher zu kennen. Ich bin zwar nicht ganz sicher, ob die paar Meter in der Kurve rechtlich wirklich als Radfahrsteifen durchgehen, weil Zeichen 237 fehlt (denkbar wäre auch, dass Zeichen 295 hier einfach das Überfahren des Schutzstreifens „bei Bedarf“ lokal untersagen soll, und/oder es sich formal um den Rand der Sperrfläche handelt und/oder die anordnende Behörde gar nicht darüber nachgedacht hat, was das rechtlich für eine Konstruktion sein soll), aber so wichtig ist das ja auch gar nicht.

    @Mario Stimmt! Günstiger wirds aber nicht, denn preislich macht es keinen Unterschied, ob hinter einer scharfen Kurve oder auf Fahrbahnteilen mit Richtungspfeilen ;-)

    @Martin Stimmt, je mehr ich darüber nachdenke, um so überzeugender finde ich StVO 12 (4) gegen das Parken neben Schutzstreifen. Norbert hat übrigens Recht, wie ich gerade festellen musste: Wenn der Schutzstreifen dicht ist, muss man in den Gegenverkehr (und bei nem LKW wäre das wegen der eingeschränkten Sicht wirklich unangenehm). Falschparker

    Immerhin war er so freundlich, erst in dem Bereich zu parken, der eindeutig Schutzstreifen ist, so dass ich für die Anzeige die Frage, was das in der Kurve für eine rechtliche Konstruktion ist, offen lassen kann. :-)

    Anmerkung Redaktion: Das Einbinden eines Bildes geht mit <img src=“http://up.picr.de/22670232nt.jpg“ alt=“Falschparker“ /> in spitzen Klammern (html) statt [img]http://up.picr.de/22670232nt.jpg[/img] Das alt-Tag sollte man weglassen können. Den zweiten Kommentar mit der URL nochmal habe ich nach der Korrektur hier gelöscht./np

    Antwort
    • 29.07.2015 um 0:22
      Permalink

      Auch die zuständigen Mitarbeiter wissen, dass nicht immer alles 100% ist, aber das geht nicht. Die STVO, die VwV-StVO, die Richtlinien regeln nie den Einzelfall. Egal wie Regeln sind, es wird immer Fälle geben, wo ich mit einer strickten Anwendung nicht wirklich zu einem brauchbaren Ergebnis komme. Die Lösung an der Stelle finde ich ok für diese besondere Lage mit den zusammentreffenden Einbahnstraße, die sich wieder teilen, der Bushaltestelle, der Brücke, wo gewartet werden muss, dass der Bus durch kommt.

      Auch wenn es vielleicht theoretisch ein Bußgeld geben müsste, finde ich es an der Stelle ok, wenn im Rahmen des Opportunitätsprinzips aufgrund einer Einzelfallbetrachtung kein Bußgeld erhoben wird. Da es nicht anders geht, sollte daher aber ein Lieferparkplatz an der Stelle eingerichtet werden. Wenn es soweit wäre, könnte man die Nutzung davon erwarten und dann wäre ein Bußgeld im Zweifelsfall auch ok.

      Kennst du: http://ruhrpottradwege.tumblr.com Da werden solche Bilder gesammelt.

      Antwort
    • 29.07.2015 um 18:15
      Permalink

      Das sieht doch ganz verdächtig nach dem Wagen aus, der auch bei Ruhrpott vs. Radwege dokumentiert wurde:

      “Falschparker“/

      Antwort
  • 31.07.2015 um 1:24
    Permalink

    Ja, das ist er! :-)

    Volle Zustimmung zu dem, was du oben schreibst. Den Bierkutscher hätte ich auch nicht angezeigt und die Verkehrsführung ist angesichts der schwierigen Lage „in Ordnung“. „Gut“ wäre eine leuchtend rote Markierung der gesamten Radführung plus weiße Räder am Boden plus Richtungspfeile, damit der ortsunkundige Radfahrer sofort erkennt, was von ihm erwartet wird (ich bin erstmal daran vorbeigerauscht), und der Autofahrer sofort sieht, mit welchem Radfahrerverhalten er rechnen muss.

    „Ruhrpottradwege“ kenne ich, aber was soll das bringen? Wenn ich die Zeit für ein Foto habe, dann mache ich auch Nägel mit Köpfen und schicks ans Ordnungsamt, dann ändert sich wenigstens was. Beispiel „Am Gardenkamp 8“ in Dortmund: Seit Umbau der Straße tagsüber oft und abends immer Parker auf dem Schutzstreifen, trotz sechs Einträgen auf Ruhrpottradwege (#AmGardenkamp). Seit ich Ende Juni/Anfang Juli dort täglich vorbei musste und Nägel mit Köpfen machte, ist da Ruhe. Schade, dass so etwas nötig ist, aber diese Form der Notwehr ist trotz der absurd niedrigen Bußgelder extrem wirkungsvoll, besonders dann, wenn das Problem nicht durch Publikumsverkehr, sondern durch rücksichtslose Anwohner verursacht wird. Denn spätestens bei der zweiten Anzeige merkt der Parker, dass das auf Dauer doch zu teuer wird. Ich kann nur jedem Radfahrer raten, gelegentlich mal eine der Problemstellen auf seinen regelmäßigen Wegen auf ähnliche Weise zu entfernen. Anzeigen sind sehr unkompliziert (per Post oder E-Mail), und oft reicht eine Handvoll, um seit Jahren bestehende Probleme in Luft aufzulösen. Würde jeder Radfahrer das so machen, würde das Falschparkerproblem drastisch reduziert. So gehts:

    Foto ist nicht nötig, aber vorteilhaft und kann einfach schwarzweiß mit ausgedruckt werden.
    Wenn man behindert wurde (ist ja meist der Fall), sollte man das angeben und konkretisieren, damit Bußgeld und Lerneffekt größer ausfallen (meist 30 € statt 20 €). Die Art des Radwegs sollte per Zeichen angegeben werden (Zeichen 237, 240, 241 oder 340 für Schutzstreifen oder auch „unbeschilderter Radweg“). Man bekommt keine Antwort oder sonstige Rückmeldung, aber nach drei, vier Wochen bemerkt man vor Ort eine klare Verbesserung der Situation. Worauf wartet Ihr noch? ;-)

    Antwort
    • 31.07.2015 um 10:39
      Permalink

      Bei Ruhrpottradwege geht es m. E. darum, zu dokumentieren, wie die Lage ist und das die stolz verkündeten soundso viel Kilometer Radweg nicht per se Ausdruck von Fahrradfreundlichkeit sind. Für mich richten sich solche Seiten, die es ja inzwischen für viele Städte gibt, weniger in Richtung einzelnen Autofahrer, sondern in Richtung Politik. Erst wenn man den zeigen kann, wie es ist, entsteht Handlungsdruck.

      Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.