Neue Technik zu Erkennung von Radfahrenden an bedarfsgesteuerten Ampeln in Duisburg

Von Induktionsschleifen nicht erkannt zu werden, gehört zum Alltag von Radfahrenden im Ruhrgebiet. Die Stadt Duisburg testet nun ein System, dass auf Wärme reagiert, um Radfahrer*innen besser zu erkennen.

(Foto: Stadt Duisburg)
(Foto: Stadt Duisburg)

Zum Hintergrund der Installation der s. g.  ThermiCams heißt es in einer Pressemitteilung:

Bei Autos funktionierte die Erkennung über die Induktionsschleife, die auf Metall reagiert, problemlos. Fahrradfahrer hatten hier immer wieder Probleme, von der Induktionsschleife erkannt zu werden. […] Das Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement hat nun erstmalig an zwei Ampelanlagen ThermiCams eingesetzt. Diese neue Sensortechnik, basierend auf einer Wärmebildkamera, registriert den auftretenden Temperaturunterschied vor einer Ampel zwischen Straßenbelag und Umgebung. Damit werden jetzt auch Fahrzeuge vor der Ampel erkannt, die nicht vorwiegend aus Metall sind. Das Aluminiumfahrrad wird als Verkehrsmittel genauso vom System erkannt wie das aus Karbon. Die Technik funktioniert sowohl bei Tag als auch bei Dunkelheit, bei Regen, Schnee und Wind.  Die neu installierten ThermiCams verbessern deutlich den Verkehrsfluss, verkürzen die Wartezeiten und bieten damit eine höhere Sicherheit und Mobilität besonders für Fahrradfahrer.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

3 Gedanken zu „Neue Technik zu Erkennung von Radfahrenden an bedarfsgesteuerten Ampeln in Duisburg

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