Frage der Woche 2: Wird der RS-1 zum IRWeg-1?

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In der nächsten Ausgabe wird die Zeitschrift Verkehrszeichen über neue Planungen zum RS-1 berichten. In Mülheim (Ruhr) soll das Stück westlich des Hauptbahnhofs als Mischverkehrsfläche mit den Schwerpunkten auf Fußverkehr und Aufenthalt gestaltet werden. Nur so lasse sich das mit Stadterneuerungsmitteln finanzieren (scheint wohl nicht der richtige Top zu sein …). Wer Autobahnen und Bundesstraßen über Kirmesplätze und durch Fußgängerzonen plant, hält das sicherlich für eine Planung, die man veröffentlichen kann, ohne rot zu werden. *grummel*

Daher die Frage an euch:

Glaubt ihr noch an die Realisierung eines Radschnellweges durch die VeloCityRuhr, der den Namen verdient, oder sollte man den RS-1 zu einen IRWeg-1 („Irgendetwas mit Rad-Weg“) umbenennen?

Also: Wie ist eure Meinung zum Fortgang des Projektes? Müssen wir 2030 Politiker für die Eröffnung des ersten Teilstücks einer durchgängigen Beschilderung zwischen Duisburg und vielleicht Unna beklatschen, die das als ein vorbildliches Highlight der Radverkehrsförderung verkaufen wollen und mit dem Verweis darauf (Man habe ja schon viel getan …) jede weitere Förderung des Radverkehrs dann ablehnen? Oder wird der RS-1 wirklich ein Vorzeigeprojekt, das Politiker und Verkehrsplaner aus halb Europa anzieht und Standards setzen wird?

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

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